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›LUCHS‹ für Maren Gottschalk

Die ZEIT und Radio Bremen haben die Warhol-Biografie »Factory Man. Die Lebensgeschichte des Andy Warhol« von Maren Gottschalk mit dem LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur des Monats November ausgezeichnet.

Maria Linsmann, Mitglied der ›LUCHS‹-Jury, schreibt in der aktuellen Ausgabe der ZEIT: »›Hätte Warhol online gehen können, wäre er Social-Media-süchtig gewesen, hätte permanent gebloggt und getwittert‹, schreibt Maren Gottschalk in ihrer soeben erschienenen Biografie Factory Man. Sie zeigt nun, dass Warhols Kunstverständnis und seine Laufbahn kaum zu trennen sind von seiner sorgfältigen und intensiven Arbeit an der eigenen Marke. Damit versteht sie ihn auch als Pionier einer Generation, für die permanente Selbstinszenierung ganz normales Alltagsverhalten geworden ist. Factory Man vermittelt das auf ebenso spannende wie verständliche Weise – und versucht zugleich, den Glamour der Figur Andy Warhol einzufangen. […] Was ist Kunst – und was nicht? Bei Warhol stellt sich diese Frage auf drängende Weise: […] Viele Fragen, auf die Gottschalk keine einfachen Antworten gibt. Factory Man ist vielmehr eine Anleitung zum Selbernachdenken über Kunst. […] Die Biografin [zeichnet] ein sehr lebendiges und vielseitiges Bild von Andy Warhol – als Kind seiner und Vater unserer Zeit.«

Maren Gottschalk wurde 1962 in Leverkusen geboren, nach dem Abitur studierte sie in München Geschichte und Politik. Seit 14 Jahren schreibt und spricht sie für den Westdeutschen Rundfunk Sendungen über Geschichte, Kultur und Wissenschaft. Für die Sendung WDR-Zeitzeichen verwandelt sie historische Fakten in lebendige Geschichten, egal, ob es um berühmte Persönlichkeiten oder namenlose Dienstmädchen geht. Bei Beltz & Gelberg veröffentlichte sie die vielfach gerühmten Biografien u.a. über Nelson Mandela, Astrid Lindgren, Frida Kahlo und Sophie Scholl. Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage der Autorin www.maren-gottschalk.de.

Für den Kinder- und Jugendbuchpreis ›LUCHS‹ stellen DIE ZEIT und Radio Bremen alle vier Wochen ein Kinder- oder Jugendbuch vor, das aus dem Gros der Neuerscheinungen herausragt. Die Zielrichtung: »Gegen schicke Trends, Booms, Klischees, keine Allzweck-Literatur, kein Gefühls-Schrott, keine bequeme Konsumier-Vorlage zum Weiterdösen.« Dieser Anspruch wurde 1986 bei der LUCHS-Gründung formuliert. Seitdem wählt eine unabhängige Jury den »LUCHS des Monats« aus. Das prämierte Buch wird im Gespräch vorgestellt. Die Jurymitglieder sind Katrin Hörnlein, Brigitte Jacobeit, Anja Robert, Maria Linsmann und Hartmut El Kurdi.

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